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Dr. Josy Breuer blickt auf zwei Jahrzehnte Erfahrung in der bildgebenden Diagnostik zurück
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Dr. Josy Breuer blickt auf zwei Jahrzehnte Erfahrung in der bildgebenden Diagnostik zurück
Kontraste beleben
Wann ihre Leidenschaft für die Bildgebung geweckt wurde, weiß Josy Breuer noch ganz genau. Bereits 1989, im Rahmen ihrer Promotionsarbeit, kam sie in intensiven Kontakt mit diesem Gebiet der Diagnostik. Noch enger wurde die Beziehung, als sie am Klinikum Mannheim, Standort der Uniklinik Heidelberg, von 1992 bis 1997 ihre Facharztausbildung zur Neurologin absolvierte.

 „Dort konnten wir unsere Patienten mit einer Vielzahl bildgebender Verfahren als Neurologen eigenständig untersuchen – von Magnetresonanztomographie über Computertomographie bis hin zur Angiographie. Eine Riesenchance für mich.“ Und der Beginn einer lebenslangen Begeisterung. Denn die bildgebende Medizin hat Josy Breuer – heute Senior Director Global Clinical Development Diagnostic Imaging bei Bayer Schering Pharma – einfach nicht mehr losgelassen.
 
Heute kann die Fachfrau auf insgesamt zwanzig Jahre Erfahrung in diesem Bereich zurückblicken. Wobei ihr Spezialgebiet seit über zehn Jahren die Kontrastmittel sind – jene Substanzen also, die bei bildgebenden Diagnoseverfahren eingesetzt werden, um den Kontrast von Strukturen im Körper zu verstärken und diese somit besonders gut abzubilden.
Mit dem ersten Kontrastmittel für die Magnetresonanztomographie (MRT) setzt Bayer Schering Pharma einen Meilenstein in der Entwicklung von Kontrastmitteln.
Mit dem ersten Kontrastmittel für die Magnetresonanztomographie (MRT) setzt Bayer Schering Pharma einen Meilenstein in der Entwicklung von Kontrastmitteln.
Egal ob es um MRT, CT, Angiographie oder einige klassische Röntgenverfahren geht – erst Kontrastmittel verleihen den bildgebenden Diagnoseverfahren ihre hohe Aussagekraft. Kein Wunder also, dass sie heute bei über einem Drittel aller MRT- und CT-Untersuchungen zum Einsatz kommen. Oft stammen sie von Bayer Schering Pharma. Das Unternehmen ist weltweiter Marktführer auf diesem Gebiet.

Für den Patienten kann der Einsatz von Kontrastmitteln bei der Diagnose lebensverlängernd oder sogar lebensrettend sein: Denn gute Bilder ermöglichen dem Arzt genauere Diagnosen. Doch der Weg dahin ist lang. Das weiß gerade auch Josy Breuer. Von der Gewinnung einer Substanz bis zum ersten Verkauf eines Kontrastmittels, vergehen in der Regel mehr als zehn Jahre, so Breuer. Besonders zeitintensiv dabei: die so genannten klinischen Studien, die von den Zulassungsbehörden vorgeschrieben werden und unter anderem Sicherheit, Verträglichkeit und Wirksamkeit einer neuen Substanz belegen müssen.

Klinische Studien müssen hohem wissenschaftlichen Standards entsprechen. Ihr „Design“ muss stimmen, wie der Spezialist sagt. Und Josy Breuer sorgt dafür, dass dies der Fall ist. Ihre Aufgabe ist es, die Studien so zu „designen“, dass sie den unterschiedlichen Anforderungen der Zulassungsbehörden – etwa in den USA, in Europa oder Japan – genau entsprechen. Eine hochkomplexe Angelegenheit, die viel Fachwissen und Erfahrung voraussetzt. Und eine, die Freude macht: Ein besonders schönes Erfolgserlebnis aus der jüngsten Vergangenheit war die Zulassung eines Kontrastmittels, mit dem Ärzte nun sehr spezifisch Schädigungen der Leber durch Tumorzellen sichtbar machen können. Damit gelingt unter anderem die genaue Lokalisierung von Lebertumoren und deren Einordnung in „gutartig“ oder „bösartig“. Die vorangegangenen Studien hatten rund acht Jahre gedauert. Josy Breuer hatte sie maßgeblich mitgestaltet.
 
Ein kontrastreicher Beruf – in jeder Hinsicht: „Jede Studie ist anders, keine gleicht der anderen. Allein das macht meine tägliche Arbeit spannend. Hinzu kommt die Zusammenarbeit mit Kollegen in verschiedensten Funktionen und Ländern – und natürlich der auch kulturell gesehen interessante Kontakt zu den Zulassungsbehörden in den verschiedenen Teilen der Welt.“

Grundsätzliche Herausforderung: Kontrastmittel hängen von den Geräten ab, mit welchen die Bilder aus dem Inneren des Menschen erzeugt werden. Sie werden parallel zur Gerätetechnik entwickelt – doch diese eilt mit rasanter Geschwindigkeit voran. Um Schritt zu halten, muss der Kontakt zu Nutzern und Geräteherstellern ständig gepflegt werden. „Wir sind unaufhörlich gefordert,“ so Josy Breuer.
 
Zum Beispiel auch bei der Positronen-Emissions-Tomographie (PET), die für Josy Breuer ganz allgemein eine der großen Herausforderungen der bildgebenden Diagnostik darstellt. Mit diesem Verfahren aus der Nuklearmedizin lassen sich biochemische und physiologische Vorgänge im Körper abbilden. Dazu wird die Verteilung einer schwach radioaktiv markierten Substanz im Organismus sichtbar gemacht. Ein neues, spannendes Gebiet, mit dem sich Josy Breuers Kollegen bereits intensiv beschäftigen. Für belebende Kontraste ist also auch weiterhin gesorgt.
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Letzte Änderung: 04. November 2008