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Malaria vorbeugen – Menschen schützen
Malaria vorbeugen – Menschen schützen
Prominente Opfer hatte die Krankheit schon früh. Alexander der Große fiel ihr 323 vor Christus ebenso zum Opfer wie über 700 Jahre später der Westgotenkönig Alarich. Lange Zeit dachte man, die schlechte Luft (ital.: mala aria) in der Nähe von Sümpfen sei verantwortlich für dieses Sumpffieber – die Malaria. Später lernte man: Es sind durch Mückenspeichel übertragene Einzeller (Plasmodien), die das Fieber auslösen. Einmal in den Körper gelangt, vermehren sie sich in den Leberzellen, ehe sie rote Blutkörperchen befallen. Das Ergebnis: Die Blutkörperchen zerfallen synchron, was zu einem Fieberschub führt.

Heute lebt rund 40 Prozent der Menschheit im Verbreitungsgebiet der Malaria. 300 bis 500 Millionen Menschen erkranken jährlich an der auch als Wechselfieber bezeichneten Krankheit. Geschätzte ein bis zwei Millionen sterben jedes Jahr daran. Täglich sind es allein 3.000 Kinder, die der Infektion zum Opfer fallen – alle 30 Sekunden eins. 90 Prozent aller Betroffenen für die potenziell tödliche tropische Malaria leben in Schwarzafrika.

So weit die nüchternen Zahlen zu einer Krankheit, die bis heute eine Herausforderung geblieben ist. Zwar gibt es schon lange Therapieansätze. Einer der ältesten ist der Einsatz von Chinin aus der Rinde des Chinarindenbaums. Auch Bayer hat eine lange Geschichte im Kampf gegen Malaria. Schon 1932 kam mit Atebrin ein Wirkstoff auf den Markt, 1937 folgte die Patentierung von Resochin.

Doch die Plasmodien haben immer wieder mit der Bildung resistenter Stämme reagiert. Die Suche nach neuen Behandlungsmöglichkeiten, wie die heute üblichen Kombinationstherapien, ist daher Gegenstand intensiver Forschung. Ebenso die nach Impfmöglichkeiten, die Menschen schon im Vorfeld schützen könnten.

In beiden Fällen richten die Wissenschaftler ihr Augenmerk vor allem auf den Erreger. Überträger dieser Parasiten sind Anopheles-Mücken – und zwar nur die Weibchen. Sie stechen durch die Haut direkt in die Gefäße und saugen eiweißreiches Blut ab, um ihre Eier zu bilden. Bei diesem Stich gelangen die Malaria-Erreger ins Blut.

Von den rund 400 Arten der Anopheles-Mücken übertragen etwa 60 die Tropenkrankheit. Bis zu 70 Meter können die nachtaktiven Mücken menschliche Gerüche orten. Es ist das Kohlenmonoxid aus dem Atem, das sie auf ein Opfer aufmerksam macht, und dessen Hautschweiß, der sie anzieht. Lockstoff ist vor allem der Geruch von Milchsäure, die im menschlichen Schweiß enthalten ist.

Seit vielen Jahren forscht und entwickelt Bayer CropScience erfolgreich sichere und wirksame Substanzen gegen die Anopheles-Mücken.

Als weitere Anerkennung für seinen Einsatz im Kampf gegen Malaria unterzeichneten im September 2007 Bayer CropScience und das Innovative Vector Control Consortium (IVCC) einen Kooperationsvertrag für zwei Projekte zur Erforschung neuer effektiver Lösungen im Kampf gegen Malaria und andere Krankheiten, die durch Insekten übertragen werden. Das IVCC ist ein Konsortium führender Institutionen im Bereich der Entwicklung von Produkten und Informationssystemen für die Kontrolle der Mücken als Überträger dieser Krankheit. Es wurde von der Bill and Melinda Gates Foundation mit einem Betrag von 50,7 Millionen US-Dollar ausgestattet. Das IVCC ist gegründet worden, um Möglichkeiten für die Entwicklung neuer Produkte, Strategien und Werkzeuge für eine verbesserte Vektor-Kontrolle zu identifizieren. Derartige Projekte sollen durch Entwicklungspartnerschaften ermöglicht und unterstützt werden. In diesem Rahmen werden Ressourcen für deren Umsetzung bereitgestellt.

Mit dem ersten Projekt von Bayer CropScience, das in Zusammenarbeit mit dem Medical Research Council aus Südafrika, der Liverpool School of Tropical Medicine (LSTM) und der London School of Hygiene and Tropical Medicine (LSHTM) durchgeführt wird, sollen Lösungen gefunden werden, um bei der Behandlung von Innenräumen längeren und verbesserten Schutz vor den Überträgern von Malaria und anderen Krankheiten zu gewährleisten. Partner des zweiten Projekts von Bayer CropScience sind die LSTM und die University of Liverpool. Im Rahmen dieses Projektes sollen vorhandene Wirkstoffe verändert werden, um das Resistenzproblem zu lösen: Resistenzen erschweren mehr und mehr den Kampf gegen Malaria und andere Krankheiten, die durch Mücken übertragen werden.
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Wie schützt man sich gegen den Stich der Malaria-Mücke? Wie schützt man sich gegen den Stich der Malaria-Mücke?
Dr. Karin Horn sucht Antworten > mehr
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Letzte Änderung: 12. September 2007