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Multiple Sklerose verzögern – Lebensqualität bewahren
Multiple Sklerose verzögern – Lebensqualität bewahren
Betroffene sind zunächst verstört: Plötzlich sehen sie nur noch verschwommen. Ein Fuß scheint taub. Sie fühlen sich schwindelig, und ständig müde. Multiple Sklerose (MS) ist eine Krankheit mit vielen Gesichtern. Rund 2,5 Millionen Menschen sind weltweit davon betroffen. MS ist eine der häufigsten neurologischen Erkrankungen bei jungen Erwachsenen, und sie ist bislang nicht heilbar. Aber es gibt heute Mittel und Wege, die ihr Fortschreiten verlangsamen und die Lebensqualität beträchtlich erhöhen können.
 
Entdeckt hat die Krankheit der englische Arzt Robert Carswell. 1838 zeichnete er ihre Auswirkungen: ein Gehirn und Rückenmark, die besonders viele (multiple), harte (sklerotisch) Narben aufwiesen. Diese Veränderungen gaben der Krankheit ihren Namen. Ihre genaue Ursachen und Entstehungsmechanismen sind bis heute nicht vollständig geklärt. Die erste medizinische Beschreibung aus dem Jahr 1868 stammt von den französischen Neurologen Jean-Martin Charcot, dem berühmtesten Nervenarzt seiner Zeit.
 
MS ist eine entzündliche Erkrankung des Gehirns und Nervensystems, als Folge einer fehlerhafter Kommunikation auf molekularer Ebene: Körpereigene Stoffe werden irrtümlicherweise als fremd erkannt. Das löst eine Reaktion im Abwehrsystem aus: Das Immunsystem greift körpereigene Strukturen im zentralen Nervensystem an, es kommt zur Entzündung. Im weiteren Verlauf werden nach und nach die Myelin-Hüllen der Nervenfasern von Fresszellen (Makrophagen) zerstört, die durch die körpereigene Abwehr (T-Zellen) aktiviert wurden. Die Folgen sind fatal: Überall dort, wo die Myelin-Hülle fehlt oder vernarbt ist, werden Nervenimpulse nicht mehr richtig übertragen.
 
Bei über 80 Prozent aller Patienten beginnt die Krankheit schubförmig. Das heißt, die Beschwerden treten plötzlich auf, dauern Tage, Wochen oder Monate, bevor sie mehr oder weniger wieder zurückgehen. Bei der Hälfte dieser Patienten entwickelt sich innerhalb von zehn Jahren die sekundär progrediente Form: Die Beschwerden bleiben bestehen und nehmen kontinuierlich zu.
 
Die seltenste und schwerwiegendste Form ist die primär progrediente. Meist werden davon ältere Menschen betroffen. Die Beschwerden entwickeln sich nicht in Schüben, der körperliche Zustand verschlechtert sich kontinuierlich.
 
Wirkstoffe, die heilen, sind trotz intensiver Forschungsanstrengungen immer noch nicht gefunden worden – aber es gibt Medikamente, die ein Fortschreiten der Krankheit verlangsamen. Damit die Lebensqualität der MS-Patienten noch besser wird, arbeiten Forscher und Entwickler bei Bayer Schering Pharma an der weiteren Optimierung der bewährten Substanz.
 
Darüber hinaus offeriert das Unternehmen Ärzten und Patienten ein komplettes Hilfsnetzwerk, das sie ständig mit aktuellen Informationen über die Krankheit versorgt.
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Letzte Änderung: 20. Juni 2008